Licher SPD diskutiert bei Innenstadtbegehung Chancen und Risiken einer Fußgängerzone

Unter der Fragestellung „Braucht Lich eine Fußgängerzone?“ lud die SPD Lich am vergangenen Samstag zur Auftaktveranstaltung ihrer Themenreihe Stadtentwicklung ein. SPD-Vorsitzender Julien Neubert freute sich ganz besonders, dass mit Dr. Eric Werner-Korall auch der 1. Vorsitzende von "Lich erleben e.V.“ an der Veranstaltung teilnahm. Dass sich die SPD über die Frage, ob die Attraktivität der Innenstadt durch eine Fußgängerzone gesteigert werden kann, an das Thema Stadtentwicklung nähert, ist kein Zufall, könne Stadtentwicklung, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Armin Neumann, ausgehend von der Innenstadt Schritt für Schritt geplant werden, wodurch die Särken der Stadt Lich – die historische Altstadt und das aktive kulturelle Leben – von Anfang an mit eingebunden werden.

Bereits am Ausgangspunkt der Innenstadtbegehung, der Eisdiele, wurde deutlich, wie kontrovers die Positionen zur Einrichtung einer Fußgängerzone sind. So berichtete Werner-Korall davon, dass es einerseits Gewerbetreibende gibt, die eine Fußgängerzone befürworten, weil sie sich ganz unmittelbar Vorteile von dieser erhofften, andererseits gebe es aber auch bei manchen Unternehmern erhebliche Zweifel an dem Nutzen einer Fußgängerzone. Weitgehende Einigkeit bestand jedoch darin, dass es konkrete Maßnahmen brauche, um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern, und dass eine Fußgängerzone der erste wichtige Schritt in diese Richtung sein könnte. Ernst-Otto Finger – selbst Gewerbetreibender in der Licher Altstadt – begrüßte die Schaffung einer Fußgängerzone und betonte, dass Lich dadurch sein historisches Potential der Innenstadt, sowie die Nähe zum Limes Weltkulturstadt besser ausschöpfen könne. Hier knüpfte Neubert an und erklärte, dass eine Fußgängerzonen neue und interessante Geschäftsideen nach Lich locken könne, wobei genau zu überprüfen sei, wie groß im Falle eines Falles eine Fußgängerzone sein sollte.

Steigert nun eine Fußgängerzone die Attraktivität der Licher Innenstadt? Abschließend konnte die Frage nicht beantwortet werden. Dieser und anderen Fragen wird die SPD im Rahmen Ihrer Podiumsdiskussion  „Stadtentwicklung – aber wie?“ am 11. November intensiv nachgehen und hofft auf eine rege Beteiligung seitens der Licher Bürger und der Geschäftsleute.  „Wir haben heute viel über die Interessen  und Meinungen von Touristen, Licher Bürgern sowie Gewerbetreibenden erfahren. All das werden wir in unserer Podiumsdiskussion  kritisch beleuchten“, resümierte Neubert am Ende der Veranstaltung und wies auf die nächste Innenstadtbegehung am 15. Oktober, um 9 Uhr vor dem Rathaus, zum Thema Leerstände und sozialer Wohnungsbau hin.