"Das ist genau das richtige Alter"

Presseartikel von Patrick Dehnhardt, Gießener Allgemeine, 8. April 2019:

Es ist ein junger Kandidat, den die Licher SPD ins Rennen um das Bürgermeisteramt schickt: Seit dem 1. April ist Dr. Julien Neubert 32 Jahre alt. "Das ist genau das richtige Alter, um Schnittstelle zwischen den jüngeren und älteren Menschen zu sein", ist sich Neubert sicher. Mit dem Frühlingsbrunch im Licher Bürgerhaus startete er am Sonntag in den Wahlkampf. Rund 60 Besucher, neben SPD-Genossen und Kommunalpolitikern anderer Parteien auch viele interessierte Licher, wollten hören, was der Kandidat zu sagen hat.

Es ist ein junger Kandidat, den die Licher SPD ins Rennen um das Bürgermeisteramt schickt: Seit dem 1. April ist Dr. Julien Neubert 32 Jahre alt. "Das ist genau das richtige Alter, um Schnittstelle zwischen den jüngeren und älteren Menschen zu sein", ist sich Neubert sicher. Mit dem Frühlingsbrunch im Licher Bürgerhaus startete er am Sonntag in den Wahlkampf. Rund 60 Besucher, neben SPD-Genossen und Kommunalpolitikern anderer Parteien auch viele interessierte Licher, wollten hören, was der Kandidat zu sagen hat.

"Die Zukunft bringt viele Herausforderungen mit sich", sagte Neubert. Er wolle Lich weiterentwickeln. Dabei wolle er den Bürgern jedoch nicht fertige Konzepte vorsetzen, sondern mit ihnen in Dialog treten, um zu erfahren, welche Probleme die Licher als wirklich dringlich ansehen. Eine Herausforderung sieht er im Bevölkerungswachstum der Stadt Lich. In den Neubaugebieten seien viele Bürger dazugekommen. "Es ist auch wichtig, diese Menschen mitzunehmen, um die Stadt für die Zukunft zu sichern", sagte Neubert.

Amtsinhaber Bernd Klein hatte einst einen Leitbildprozess für Lich eingeleitet. An diesen will Neubert anknüpfen, einen Prozess zur "Bürgerkommune 2030" in Gang setzen. Rückgrat des öffentlichen Licher Lebens sei das Ehrenamt, welches viele Projekte – etwa das Gemeindeschwesterprojekt in Muschenheim – erst initiiert habe. Das Ehrenamt müsse man daher stärken und zudem dafür sorgen, dass sich Lich als "Kulturhauptstadt in der Region" behaupte, sagte Neubert.

Neubert ist bislang Demografiebeauftragter des Landkreises Gießen, beschäftigt sich daher mit den Folgen sich verändernder Alters- und Bevölkerungsstrukturen. Sorgen machen ihm deshalb die Ortskerne und die Altstadt. "Wir müssen junge Menschen unterstützen, wenn sie in die Altstadt ziehen und dort in die bauliche Substanz investieren wollen", sagte er. Hier dachte er unter anderem eine finanzielle Förderung an.

Als große Aufgabe für das Rathaus und den Bürgermeister sieht er den Gemeindeverwaltungsverbund mit Laubach. "Die Verwaltung muss mit den wachsenden Herausforderungen mitwachsen", sagte Neubert. Ein Thema, das dem 32-Jährigen liegt: In seiner Promotion hatte er unter anderem zur Leistungsfähigkeit öffentlicher Verwaltung geforscht.

Als Bürgermeister wolle er als eine "Schnittstelle zwischen der Verwaltung und den Menschen" auftreten. Sein kommunalpolitisches Engagement sieht er nicht als Sprungbrett für höhere politische Ämter auf Landes- oder Bundesebene, sagte Neubert im Gespräch mit dieser Zeitung. Er wolle eines: Lichs Bürgermeister werden.